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Kann man Cocktails kategorisieren?

Cocktails lassen sich nach vielen verschiedenen Kriterien einteilen:

Eines der einfachsten Kriterien ist die Anzahl der Zutaten, welche die Einteilung, ähnlich wie bei Kleidung, in Zweiteiler oder Dreiteiler zulässt. Des Weiteren werden sie nach dem Geschmack eingeteilt, beispielsweise in dry, medium oder sweet.

Ein anderes Kriterium wäre das Volumen, wonach drei  Arten unterschieden werden können: Shooter, Shortdrinks und Longdrinks. Ein Shooter oder auch Shot wird in einem Zug getrunken und enthält etwa 2 bis 4 cl. Ein Shortdrink enthält zwischen 5 und 10 cl und ein klassischer Longdrink mindestens 14 cl.

Einige Cocktails lassen sich auch nach ihrer Herkunft zusammenfassen, wie beispielsweise die Karibik-Drinks oder auch die Tiki-Drinks, die sich nach der Aufnahme ihrer Heimat Hawaiis als 50sten Staat der USA größter Beliebtheit erfreuten.

Darüber hinaus kann man Cocktails nach ihrem Trinkanlass bzw. Trinkzeitpunkt während des Essens klassieren. Erster im Gängemenü der Cocktails ist der Aperitif oder auch Before-Dinner-Cocktail, welcher als klassischer Drink zum Anstoßen bei feierlichen Anlässen fungiert. After-Dinner-Cocktails werden oft von Restaurants bei Feiern zum Abschied ausgegeben oder bestellt, wenn die Gäste nach dem Essen noch länger bleiben möchten. Nach dieser Einteilung gibt es auch die Gruppe der Digestifs oder auch Verteiler, welche typischerweise nach dem Essen getrunken werden, um die soeben erworbenen Kalorien rundherum zu verteilen, sowie die Gruppe der Dessert-Cocktails, die statt zum Dessert oft als Dessert geschlürft werden, dank ihres oft süßlichen Geschmacks. Für den Morgen danach gibt es dann die Corpse Reviver, die so genannten Katerdrinks, welche nach durchzechten Nächten gegen den gestiefelten Kater helfen sollen.

Ein weiteres Kriterium für die Differenzierung ist die alkoholische Basis, welche Kategorien wie Champagner-Drinks oder Gin-Drinks zusammenfassen lässt. Außerdem gibt es die Tropicals auf Rum oder Cachaça-Basis, welche sich noch weiter in Exotics und Tropicana Coladas aufspalten lassen.

Cocktails können auch anhand typischer Zutaten in Gruppen eingeteilt werden, so ist für einen Julep Minze unabdinglich, bei einem Smash dürfen keine zerstoßenen Früchte fehlen und für einen Eggnog benötigt man typischerweise ein Eigelb und Milch oder Sahne. Ein Cream-Cocktail besteht zu einem wesentlichen Teil aus Sahne und eine Colada enthält immer etwas Kokosmilch. In einem Snapper ist stets etwas Würziges wie Tomatensaft, weshalb er auch im Flugzeug getrunken werden kann und in Coffee-Drinks ist für gewöhnlich Kaffee enthalten.

Abgesehen davon kann man Cocktails auch nach der Art der Zubereitung kategorisieren. Muddled Drinks sind Cocktails, die zerstoßen, statt geschüttelt oder gerührt zu werden. Pousse Cafés enthalten im Glas geschichtete Liköre, welche einen Farbverlauf abzeichnen. Frozen Drinks sind gefroren, Hot Drinks erhitzt. In Bottled Cocktails sind Zutaten verwendet worden, die in Flaschen abgefüllt gelagert wurden.

Einige Drinks können auch nach der Servierart oder auch ihrer Grundstruktur gruppiert werden. So bestehen Batidas stets aus frischen Früchten, Zucker und einer Spirituose und French-Italian-Drinks enthalten immer eine Mischung aus verschiedenen Salatdressings oder aus Wermuth, einer weiteren Spirituose und einem Geschmacksgeber, diesbezüglich sind sich Barkeeper uneinig. Ein Longdrink aus einer Spirituose gemischt mit einem Geschmacksgeber, nennt man einen Highball. Typische Old Fashioned Drinks enthalten eine Spirituose, gemixt mit einem Bitter und Zucker. Mischt man Rum mit mehreren Fruchtsäften, so erhält man einen Punch. Dieses Wort wird auch gleichzeitig mit der Servierform in einer großen Bowle-Schale assoziiert, welche in Filmen auf Schulbällen klassischerweise erst nachträglich mit Alkohol aufgepeppt wird. Sours lassen sich in die drei Gruppen Crustas, Fizz‘ und Collins‘ aufteilen. Grundsätzlich enthalten Sours eine Spirituose und Zitrussaft, gemischt mit Zucker oder Sirup. Ein Crusta ist ein Sour, der herkömmlicherweise mit Zuckerrand und Zitronenschale am Rand serviert wird, er enthält zusätzliche Liköre und Bitters. Ein typischer Fizz ist ein mit Soda aufgefüllter Sour und wenn man einen Drink bestellt, der mit Nachnamen Collins heißt, dann erhält man einen zu einem Longdrink verlängerten Fizz auf Eiswürfeln. Frappés sind dafür bekannt, wie auch viele Milchshakes, auf shaved ice serviert zu werden. Slings bestehen aus einer Spirituose und Wasser, verfeinert mit Zucker und etwas Muskatnuss.